Eigenmittel, Tragbarkeit, Nebenkosten: So rechnen Banken in der Schweiz – mit einem einfachen Rechenbeispiel.

Der Traum vom Eigenheim beginnt mit einer nüchternen Rechnung. Banken prüfen zwei Dinge: genügend Eigenmittel und die Tragbarkeit der laufenden Kosten.
In der Regel müssen Sie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises selbst aufbringen. Mindestens die Hälfte davon – also 10 Prozent des Kaufpreises – muss aus «harten» Eigenmitteln stammen, zum Beispiel Erspartes, Wertschriften oder die Säule 3a. Für den Rest kann unter bestimmten Bedingungen auch Geld aus der Pensionskasse eingesetzt werden.
Banken rechnen nicht mit dem aktuellen Zins, sondern mit einem kalkulatorischen Zins von meist rund 5 Prozent. Dazu kommen Unterhalts- und Nebenkosten von etwa 1 Prozent des Kaufpreises sowie die Amortisation. Die Summe sollte einen Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen.
Kaufpreis CHF 800’000, Eigenmittel CHF 160’000, Hypothek CHF 640’000:
Damit die Tragbarkeit erfüllt ist, braucht es ein Bruttoeinkommen von rund CHF 141’000 pro Jahr.
Notar, Grundbuch, Schuldbrief und je nach Kanton eine Handänderungssteuer kosten zusätzlich einige Prozent des Kaufpreises. Diese Kosten müssen Sie in der Regel aus eigenen Mitteln bezahlen.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Übersicht. Die genauen Bedingungen legt Ihre Bank fest – lassen Sie sich frühzeitig beraten.
Allgemeine Informationen – keine Rechts- oder Finanzberatung. Für Ihren konkreten Fall wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.